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Gebratene Zucchini mit Rosmarin

von Anando

Als Columbus Amerika entdeckte, brachte er auch die Zucchini nach Europa. Bis vor wenigen Jahrzehnten wurde sie nur in der mediterranen Küche verwendet. Hier in Deutschland feiert sie ihren Einzug und Siegeszug in die heimische Küche erst seit kurzem. Sie ist sehr vielseitig verwendbar. Auch in der ayurvedischen Küche wird sie empfohlen, da sie sehr leicht verdaulich und magenfreundlich ist.

Ihr werden viele gute Dinge nachgesagt: sie entgiftet und entsäuert, kräftigt die Schleimhäute, regt den Zellstoffwechsel an, erhöht die Konzentration und kräftigt Herz und Muskeln. Sie soll Vitamin A, C und E, Eisen, Magnesium, Kalium und Beta-Carotin enthalten. Sie soll der große Muntermacher von Darm und Zellen sein.

Vor allem aber schmeckt sie gut. Hier ist ein einfaches Rezept aus Italien das der Zucchini gerecht wird, denn es hebt ihren Eigengeschmack hervor.
Noch ein Tipp: Zucchini bitte möglichst nicht so lang lagern, dann behält sie ihr volles Aroma.

Für zwei Personen:

- 2 mittelgroße Zucchini
- 2 Zehen Knoblauch
- 1 frischer Zweig Rosmarin
- 1 gute Prise Meer Salz
- 2 El gutes kalt gepresstes Olivenöl

Zucchini in ½ cm hohe Scheiben schneiden. Ich hab´s tatsächlich gemessen. Sind die Schieben zu dick braucht das Braten zu viel Zeit und die Zucchini verliert an Geschmack.
Den Topf auf Stufe 3 oder 4 erhitzen, wenn wie bei mir die Herdplatte 9 Stufen hat. Das Öl darf auf keinen Fall anfangen zu qualmen, sonst wird es für die Leber schwer verdaulich. Zucchini sanft anbraten.

Der Topf sollte nicht zu klein sein, damit genügend große Bratfläche vorhanden ist. Öfter mal rühren. Wenn die Zucchini gut angebräunt ist, es dauert ca. 5 bis 10 Minuten, können zwei leicht angedrückte Knoblauchzehen, der Zweig Rosmarin und die Prise Meersalz hinzu gegeben werden. Am besten schmeckt mir Fleur de Sel. Deckel drauf und schmoren lassen. Jetzt kann der Herd auf Stufe 2 heruntergeschaltet werden. Jeder Herd ist anders... Jetzt nach Gehör kochen, wenn es trocken wird und das Bruzzelgeräusch zunimmt, bräunt es weiter, aber nach einer Weile wieder umrühren und eventuell einen EL heißes Wasser zugeben. Deckel drauf und nach insgesamt circa 20 Minuten sollte die Zucchini noch gut Biss haben und nicht zu wässrig sein, sozusagen al Dente.

Ich empfehle Bio Zucchini, da sie nicht soviel Wasser enthalten und einen besseren Biss und Geschmack ergeben. Vom Herd nehmen und den zweiten El Olivenöl hinzufügen...oder mehr...
In Sizilien schwimmen Zucchini in Öl. Olivenöl Liebhaber brauchen sich also keinen Zwang an zu tun...ist ja soooo gesund. Zwei, drei Minuten mit Deckel ruhen lassen, dann zieht das Öl schön ein.

Was zur Zucchini passt

Die Kunst der italienischen Küche besteht aus der Kombination der passenden Zutaten. Was bei Zucchini nicht passt (laut Kalook, einem italienischen Hara Awareness® Massage Praktiker, der mich in die Kunst des Zucchini Kochens an seinem Herd in Varazze, an der ligurischen Küste einführte) sind Zwiebeln und Knoblauch. Also entweder Zwiebel oder Knoblauch oder keins von beiden.
Rosmarin passt gut wegen seiner frischen Note. Oregano und Basilikum passen nicht.

Varianten

ein klein wenig Chili hinzufügen oder eventuell mit einem wenig frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer abschmecken. Das ist die Variante für kaltes Deutschland-Wetter. Es können auch ein paar Spritzer frischer Zitronensaft darüber geträufelt werden. Das ist die Variante für heiße Sommerabende. Zitrone kühlt den Körper. Sollte ein wenig Gemüse übrig bleiben, so kann man es mit einem Schuss Balsamico bianco vermengen, in den Kühlschrank stellen und am nächsten Tag als Antipasto servieren.


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