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26 Jahre Training for Life

Ja, es ist schon ein Geschenk ein solches Jubiläum feiern zu dürfen. Vor 26 Jahren wurde das „Training for Life“ (TFL) von Ramateertha Doetsch und Anando Würzburger
ins Leben gerufen und dann vor 16 Jahren von Anando Würzburger und Samarona Buunk zu seiner jetzigen Form weiterentwickelt. So lange schon findet dieser Gruppenprozess, auf eine Art ganz still und unprätentiös, mit stetigem Zuspruch im Osho UTA Institut statt. Das Erfolgsgeheimnis ist, dass es Bedürfnissen, ja, einem dringenden Anliegen vieler Menschen entspricht.

Der Name „Training for Life“ wurde inspiriert durch einen Diskurs von Osho, indem er Folgendes sagte: „Erziehung sollte dazu dienen, den höchstmöglichen Standard 
an Lebensqualität zu erreichen. Sie sollte die Kunst, zu leben und zu lieben, lehren – ein Training fürs Leben.“

Aber was genau gibt uns höchstmögliche Lebensqualität? Ein dickes Auto, Sicherheit durch ein gut gefülltes Bankkonto, Selbstdefinition durch soziale Stellung und Anerkennung über den Beruf, eine Familie, die sich vorzeigen lässt? Ist es wirklich das?

Solange wir diese selbstgesteckten Ziele noch nicht erreicht haben, denken wir: Wenn ich dort angekommen bin, dann werde ich glücklicher und zufriedener sein. Also strengen wir uns an, diese Ziele zu erreichen. Einerseits könnten wir dies als Vision bezeichnen, die uns beflügelt und uns Fortschritt bringt, aber auf der anderen Seite scheint unser Verstand so gestrickt zu sein, das dieses Ziel immer in der Zukunft liegt und selbst, wenn eine Etappe erreicht ist, schon die nächste „Vision“ in Sichtweite auftaucht. Also weiter gehts … Dazu gibt es eine schöne Methapher von Osho, die dies veranschaulicht: Unser Verstand ist wie ein Esel, der vor seiner Nase eine Karotte sieht. Er läuft dieser Karotte hinterher und versucht, sie zu erreichen, aber sie hängt an einer Angel, die der Esel auf seinem eigenen Rücken trägt. Und er rennt und rennt.

So ist es nicht verwunderlich, dass das Burn­Out-Syndrom zur Volkskrankheit Nummer eins geworden ist: ein innerliches Verbrennen und sich Verausgaben – ohne ein Innehalten und ein Ankommen. Der Mechanismus dahinter ist leicht zu erkennen: Besteht das Gefühl für Selbstwert auf der Bestätigung von außen, so braucht es immer wieder den „Kick“ der Anerkennung. Mit dem Kick verhält es sich wie bei einem Süchtigen – er lässt schnell nach und innere Leere und Zweifel machen sich breit – ein endloser Kreislauf entsteht. Die einzige Chance, diesen Kreislauf zu durchbrechen ist innezuhalten und genau zu schauen, wer wir sind und was unseren Wert ausmacht. Ja, es ist wirklich etwas Inneres, ein innerer Schatz, den es zu heben gilt. In unserem stetigen Verbesserungswahn sehen und wertschätzen wir nicht das, was uns ausmacht – unsere Essenz.

So, wie es sich mit dem Selbstwert als innerer Qualität verhält, so verhält es sich auch mit der Freiheit, dem Mut, du selbst zu sein, wie auch dem Vertrauen, dem einfach „Sein“, und der Liebe.

An jedem Wochenende des Trainings wird ein neuer Schatz aus dem Inneren geborgen und wir dürfen von Mal zu Mal ein Stück mehr bei uns selbst, unserer Essenz, ankommen.
In unserer Entwicklung wurde dieses Essenzielle vielleicht auch nicht genügend wahrgenommen und nicht durch die Personen in unserem Umfeld zu uns zurückgespiegelt. Der Mensch entwickelt sich im Miteinander und in der Kommunikation, das Gegenüber ist wie ein Spiegel, in dem ich mich sehen und mit dem ich neue Erfahrungen machen kann. Nur durch Erfahrungen lernen wir Neues, denn rein intellektuelles Verstehen bewegt sich nicht über das Denken hinaus. Gerade dieses Miteinander und der Austausch mit uns wohlgesonnenen Menschen kommen in unserer Zeit der schnellen Kommunikation und der Computerwelt zu kurz.

Durch achtsame unvoreingenommene Begegnung können wir wachsen. So sind das Miteinanderteilen und sich Erleben in den Übungen im „Training for Life“ ein wesentlicher Teil des Erfolges. Eine Teilnehmerin hat es so ausgedrückt: „Vielen Dank für das Seminar! Wie Du/Ihr beide jedes Mal einen Raum schafft, in dem so unterschiedliche Menschen sich begegnen, miteinander und für sich arbeiten und sich mitteilen können, ist großartig.“ Cordula W.

In diesem Sinne laden Anando Würzburger und Samarona Buunk zum 26. „Training for Life“ ein.

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